Zinsvergleich

Auch wenn sich die "Geiz-Ist-Geil-Gesellschaft" so langsam wieder etwas auf dem Rückzug befindet und sich die Deutschen wieder mehr auf „Qualität statt Quantität“ besinnen, ist es doch auch weiterhin sinnvoll, zu schauen, wo man für sein Geld den meisten Gegenwert bekommen kann. Dies gilt für Produkte und ihre Kosten ebenso wie für Geldanlagen und ihre Zinsen. Wer also Geld anlegen möchte, tut gut daran, durch einen Zinsvergleich im Vorwege herauszufinden, ob sich die jeweilige Geldanlage auch wirklich lohnt, oder ob es vielleicht etwas Besseres am Markt gibt.

Einen Zinsvergleich anzustellen ist allerdings oftmals schwieriger als man glaubt, denn bevor man einen solchen Zinsvergleich starten kann, muss man zuerst einmal schauen, ob man die jeweiligen Produkte überhaupt miteinander vergleichen kann. Ein Sparbuch und ein Tagesgeldkonto kann man z.B. durchaus vergleichen, ein Tagesgeldkonto und einen Investmentfonds hingegen überhaupt nicht. Es wäre also unfair gegenüber beiden Produkten die 100%ige Sicherheit und die tägliche Verfügbarkeit eines Tagesgeldkontos im Rahmen eines Zinsvergleiches mit den Ertragserwartungen eines Investmentfonds zu vergleichen.

Wer also einen Zinsvergleich anstellen möchte, der sollte sich zuerst einmal Gedanken darüber machen, welche Produkte er in seine Betrachtungen mit einbeziehen möchte. Wenn man z.B. die Anbieter von Tagesgeld miteinander vergleicht, erhält man einen sehr realistischen Überblick und kann den Zinsvergleich wesentlich einfacher durchführen, als wenn man unterschiedliche Produkte mit in den Vergleich einbezieht.

Einen wirklich guten Zinsvergleich bekommt man entweder, wenn man sich überall Angebote einholt und diese miteinander vergleicht, oder, wenn man einen der vielen Internet Zinsvergleiche für sich nutzt. Der Weg über die Zinsvergleiche aus dem Internet ist in der Regel wesentlich einfacher und schneller durchzuführen - er ist daher dem manuellen Erstellen eines Zinsvergleiches unbedingt vorzuziehen. Beachten sollte man allerdings, dass die meisten Zinsvergleiche nicht alle Zinsangebote des Marktes in ihre Datenbank aufnehmen - eine Auswahl reicht aber oft auch schon aus, um zu einem guten Ergebnis zu kommen.

Ein guter Zinsvergleich sollte neben der Geldmenge, die es anzulegen gilt, in jedem Fall auch Kriterien wie das "Risiko" oder die "Verfügbarkeit" mit bedenken, denn die besten Ertragserwartungen helfen einem Mandanten nicht weiter, wenn das Geld über mehrere Jahre fest angelegt ist oder das Risiko eines Verlustes immer mitschwingt.
Ein guter Zinsvergleich sollte also auch die Anlagementalität des Mandanten mit berücksichtigen. Da die meisten Zinsvergleiche dies aber nicht automatisch tun, sollte man sich, als Mandant, unbedingt im Vorwege Gedanken darüber machen, welches Anlageprodukt am besten zu einem passt.

Einen Zinsvergleich zu erstellen ist also das kann man zusammenfassend sagen, überaus sinnvoll, um sich einen guten Überblick über den Markt zu verschaffen. Neben den reinen Zinserwartungen sollt aber auch geklärt werden, ob es ein Risiko gibt und wenn ja, wie sich dieses gestaltet. Ferner sollte geklärt werden, ob das Geld stets zur Verfügung steht, oder ob das Kapital für einen bestimmten Zeitraum angelegt ist. Ein Zins von 3,5% bei täglicher Verfügbarkeit des Geldes, ist für viele Menschen nämlich wesentlich attraktiver als ein Zins von 5%, bei dem das Geld aber für 1 Jahr fest angelegt werden muss. Auch bei Zinsvergleichen stimmt also der Spruch: "Drum prüfe wer sich (ewig) bindet".